Home office, Schulfrei und Lockdown

Home office, Schulfrei und Lockdown, kaum waren diese Massnahmen ausgesprochen, konnte man schon bald von tollen Ideen lesen, wie man diese Zeit am Besten nutzt. Das ist grossartig und ja auch wichtig. Doch über Wochen die Moral hoch zu halten ist nicht immer einfach.

Anja Piubellini

Die Krise stellt jetzt unser aller Leben auf den Kopf. Die Massnahmen sind für die Einen verständlicher und für die Anderen völliger Blödsinn. Dennoch gilt es sich daran zu halten. Aber wie schaffen wir es, dass auch die Beziehung und die Familie funktioniert? Vielleicht sogar von dieser Zeit profitieren kann? Es gibt wichtige Eckpfeiler die wir beachten müssen.

Tagesablauf regeln

Endlich einfach mal Rumfläzen auf dem Sofa, nichts müssen und das mal einfach bis auf Weiteres. Was für herrliche Aussichten. Oder vielleicht doch nicht? Viele junge Mütter wurden schon damit konfrontiert und wissen wie es ist, wenn plötzlich die Tagesstruktur und allenfalls auch soziale Kontakte fehlen. Es macht auf lange Sicht nicht zufrieden einfach durch den Tag zu segeln. Die Tage werden träge und nichts bedeutend. Die Fähigkeit sich selber Struktur zu geben ist entscheidend. Ein geregelter Tagesablauf hilft viel mehr die Zeit wirklich zu genießen. Also raus aus den Federn, Anziehen und Frühstücken. Egal ob man schon lange den Kleiderschrank ausmisten, Yoga machen oder die Legoburg verbessern wollte, wichtig ist einzelne Aktivitäten zu planen und so dem Tag eine Struktur zu geben. Dabei soll man natürlich die Freiheit geniessen, mehr Zeit zu haben und viel mehr selber bestimmen zu können. 

Bedürfnisse ansprechen

In der Familie kommen viele Bedürfnisse und Ansprüche zusammen und sie können dabei sehr gegensätzlich sein. Jedes Familienmitglied möchte auf seine Kosten kosten. Die Bedürfnisse müssen ausgehandelt und kommuniziert werden. Jeder sollte seine Bedürfnisse für Aktivitäten, Ruhezeit, private Zeit, aktive und passive gemeinsame Zeit reflektieren und einschätzen. Es soll nicht pauschal entschieden sondern auch auf die individuellen Persönlichkeiten Rücksicht genommen werden. Es geht auch darum, tolerant zu sein, einander zuzuhören, gegenseitige Erwartungen anzumelden und gemeinsame Lösungen finden für die zur Verfügung stehenden Ressourcen (Zeit, Raum, Geräte, Nerven,…).

Was ist, wenn einem alles zu eng und zu nah wird? Gerade introvertierten oder hochsensiblen Menschen kann der Trubel schnell zuviel werden. Ich kann nur empfehlen, dass man das ehrlich und direkt kommuniziert. Das beugt auf alle Fälle Missverständnisse vor. Vielleicht kann man regelmässige Auszeiten einplanen und so unnötigen Streit verhindern. Natürlich soll man darauf achten, dass man sich nicht nur die Rosinen rauspickt und immer lässig überfordert ist. 

Auch wenn wir uns nicht persönlich treffen sollten, Kontakt mit dem sozialen Netz zu halten ist sehr wichtig um ausgeglichen zu bleiben. So kann ein virtuelles Kaffi über Telefon oder Video-Chats wahre wunder bewirken.

Routine hinterfragen

Angesichts der vor uns liegenden Herausforderung sollte jetzt mehr denn je gelten, dass Erziehung nicht bedeutet, dass Eltern permanent die Bedürfnisse ihrer Kinder befriedigen. Wenn alle zu Hause sind, sollte auch die bestehende Routine hinterfragt werden. Alle können mithelfen. Wenn nicht jetzt, wann dann haben wir die Zeit um zu zeigen, wo die Tassen und Schüsseln verstaut werden? Fair Play zu Hause fördert also die Selbstständigkeit und schweißt zusammen. Jeder ist wichtig!

Zum Glück funktioniert ja der digitale Weg nach wie vor gut und ich stehe Dir für das Einzel-Video-Coaching zur Verfügung!

Bleibt gesund und fair miteinander!

Anja

1 meinte zu “Home office, Schulfrei und Lockdown”

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