Angst überwinden
Angst überwinden
Surfer im Wasser

Wie kann es anderen bloß Spaß machen, ins Wasser zu springen oder in ein Flugzeug zu steigen? Vor vier Jahren konnte diese Person auf dem Bild das auch noch nicht verstehen. Angst kann ein treuer Begleiter und zur richtigen Klette werden. Immer hockt sie im Nacken und hat den Anspruch, dass wir auf sie hören und ihr folgen. Doch die Angst ist kein Wegweiser!

Bei einer Angst, die sich unkritisch ausbreiten darf, kann sich über die Jahre weitere Ängste dazu gesellen. Einst war es die Angst vor grossen Spinnen, jetzt vor allem, was kreucht und fleucht. Doch nicht jeder, der mal von einem Hund gebissen wurde, scheut für alle Ewigkeit Hunde. Ängste bilden sich durch traumatische Erfahrungen oder anhaltenden Stress. Auch Erziehungsstile oder Persönlichkeitsmerkmale können die Bildung von Ängsten begünstigen. Es lohnt sich, sich seinen Ängsten zu stellen. 

Denn Angst ist kein Wegweiser, genauso wenig das wegbleiben von Angst, wenn vorsicht geboten wäre. Sie ist notwendig und eine Art Stoppschild. Sie mahnt uns vorsichtig zu sein und einen Moment die Lage zu prüfen. Sie dient dazu bei wahrscheinlich gefährlichen Situationen oder bei Unbekanntem notwendige Massnahmen zu ergreifen und sich für eine Richtung zu entscheiden. Dabei ist das Tempo ein entscheidender Faktor. Dazu später mehr.

Vivanne Dietmar, Expertin für einen achtsamen Umgang mit Emotionen und Gefühlen, beschreibt Angst als eines der fünf Gefühle nebst Wut, Scham, Trauer und Freude. Die Angst ist eine wichtige treibende Kraft. Wir können sie als Bauchgefühl, Aufregung oder Nervosität wahrnehmen, sie kann uns aber auch komplett lähmen und erstarren lassen. Sie sagt uns ‚es ist furchtbar‘. Sie ist weder gut noch schlecht, sonder ein wichtiges Hilfsmittel um Entscheidungen zu treffen. Ihre positive Energie ist die Kreativität, um neue Möglichkeiten zu kreieren. Der richtige Umgang mit Angst zeigt sich als die Kraft, die uns über uns hinauswachsen lässt.

Wenn wir uns nun unseren Ängsten stellen möchten, ist es wichtig kontrolliert vorzugehen. Als Erstes ist eine Auseinandersetzung hilfreich. Wir hinterfragen die Angst ‚was willst du?‘, ‚wovor willst du mich aktuell schützen?‘ und ‚ist deine Grösse und Stärke angebracht?‘. 

Eine weitere Herangehensweise kann sein, sich zu fragen, ob Angst heute dafür wirklich das richtige Gefühl ist oder versteckt sich ein anderes, nicht gelebtes Gefühle dahinter? Passt heute für das lang vergangene Ereignis vielleicht eher Scham, Trauer, Wut oder gar Freude?

Realitätschecks sind ungemein wichtig um die vergangene Prägung neu zu schreiben. Die Überwindung vor einer Konfrontation kann enorm gross sein. Konfrontationen sollten jedoch in verdaubaren Schritten und kontrolliert erfolgen. Eine geeignete Vertrauensperson dabei zu haben empfiehlt sich sehr. Es hilft für die Aussensicht und als Rückhalt. Je nach dem ist es sinnvoll ein Fachperson zu Rate zu ziehen.

Welches Bedürfnis steht hinter dem Wunsch, die Angst loslassen? Bei mir ist es ‚Freiheit’, egal welcher Wert, welches Bedürfnis uns antreibt, je stärker und klarer es ist, desto besser gelingt uns die Weiterentwicklung. Das Gefühl eine Angst überwunden zu haben ist großartig und befreiend. Es lohnt sich dran zu bleiben. 

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Am bloggen…

BlogeintragIn meinem Coaching-Blog findest du Beiträge zu Selbstmanagement, Hirnforschung und philosophische Gedanken zum Leben.

Kontakt
Anja Piubellini

Systemischer Coach & Berater

Coaching & Beratung
Anja Piubellini
Systemischer Coach & Berater

Dein Life Coaching unterstützt Dich in Deiner persönlichen Entfaltung.

Mobile: 078 605 51 40, whats app chat oder buche Dein Coaching online.